BNE, SDGs & IDGs – Was ist das?

BNE, SDGs & IDGs - Was ist das?

Wenn du noch neu im Feld der Nachhaltigkeitsbildung bist, dann fragst du dich sicher, was diese drei Abkürzungen bedeuten. Hier ein knapper Überblick.

BNE - Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung für nachhaltige Entwicklung befähigt Menschen, die Welt zukunftsfähig zu gestalten. Statt reiner Wissensvermittlung steht die Gestaltungskompetenz im Fokus: Lernende verstehen die komplexen Wechselwirkungen zwischen Natur, Wirtschaft und Gesellschaft und lernen, vorausschauend sowie lösungsorientiert zu handeln. BNE verbindet ökologisches Bewusstsein mit sozialer Verantwortung und ermutigt dazu, Verantwortung zu übernehmen und die planetaren Grenzen zu respektieren.

Während die klassische Umweltbildung vor allem den Natur- und Artenschutz sowie ökologische Zusammenhänge in den Vordergrund stellt (wie Ökosysteme funktionieren oder wie man Tiere schützt), geht BNE einen Schritt weiter. Sie verknüpft ökologische Fragen untrennbar mit wirtschaftlichen, sozialen und globalen Perspektiven. Es geht nicht mehr nur darum, die Natur zu kennen und zu schützen, sondern die globalen Auswirkungen des menschlichen Handelns ganzheitlich zu verstehen – inklusive Gerechtigkeitsfragen, Konsumstrukturen und Zukunftsperspektiven.

SDGs - Sustainable Development Goals

Die 17 Sustainable Development Goals (17 Ziele für nachhaltige Entwicklung) wurden 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen und stecken den Rahmen ab, wie bis 2030 weltweit eine lebenswerte, gerechte und ökologische Zukunft für Ökosysteme und menschliche Gesellschaften gesichert werden soll. Sie benennen die großen Baustellen unserer Zeit wie Klimaschutz, Erhalt der Biodiversität, Armutsbekämpfung oder Bildung für alle. Die BNE ist ein Unterziel innerhalb des Nachhaltigkeitsziels 4 „Hochwertige Bildung“. 

17 globale Nachhaltigkeitsziele

IDGs - Inner Development Goals

Die Inner Development Goals ergänzen diese weltweiten Ziele um die persönliche Ebene. Sie besagen: Große äußere Veränderungen (wie die SDGs) gelingen nur, wenn sich auch innen etwas bewegt. Die IDGs beschreiben innere Fähigkeiten und Bewusstseinsqualitäten, die wir als Einzelne und als Gesellschaft brauchen, um die globalen Herausforderungen anzugehen – von Empathie und Offenheit über die Fähigkeit zur Zusammenarbeit bis hin zu echtem Gestaltungswillem und Zuspruch in Krisen. Benannt sind fünf Oberziele mit 25 Unterzielen. Sie wurden seit 2020 von einer gemeinnützigen Stiftung in Schweden mit internationalen Unternehmern und Praktikern entwickelt.

Wie hängen BNE, SDGs & IDGs zusammen?

Die drei Ansätze greifen wie Zahnräder ineinander und bilden gemeinsam das Fundament für echten Wandel:

Die IDGs liefern die innere Haltung: Sie stärken unsere persönlichen Kompetenzen, unser Mitgefühl und unsere Belastbarkeit. Ohne diese inneren Qualitäten überfordern uns die globalen Probleme oft, oder wir fallen in alte Verhaltensmuster zurück. 

BNE bringt diese Haltung in die Praxis: Sie übersetzt das innere Wachstum und die globalen Ziele in konkretes Lernen, Erleben und Verstehen. Ein Umweltbildungszentrum nutzt BNE-Methoden, um Wissen greifbar zu machen – zum Beispiel direkt in der Natur oder durch Handeln vor Ort. 

Die SDGs zeigen das Ziel: Sie definieren den konkreten Kompass im Außen, an dem wir uns orientieren müssen.

Zusammenfassung

Die SDGs zeigen uns, was getan werden muss (die globalen Ziele). Die IDGs geben uns die innere Kraft, Werte und Reife, wer wir dafür sein müssen (die persönliche Entwicklung). Und die BNE zeigt uns, wie wir das alles lernen und umsetzen können (der Bildungsweg). 

Das Angebot des Umweltbildungszentrums Licherode wird zukünftig die Dimension der Inneren Entwicklung stärker in den Mittelpunkt stellen: Wie können wir mutig und zuversichtlich bleiben angesichts einer Vielzahl globaler Krisen? Wie können wir engagiert bleiben, ohne dabei auszubrennen? Was gibt uns Halt und hilft uns, psychisch gesund zu bleiben, wenn sich alles verändert? – Komm zu uns, wenn du diese Fragen bewegen willst.